Systemisch - was heißt das?

Die Systemische Beratung geht von einem sehr positiven Menschenbild aus, das sich immer an den Ressourcen und Fähigkeiten des Einzelnen orientiert.

Näheres zu den systemischen Grundannahmen und daraus abgeleiteten Beratungs- methoden können Sie hier nachlesen.

In meiner Arbeit sind mir einige systemische Grundsätze besonders wichtig, die ich im Folgenden kurz vorstellen möchte:

 

Systeme: Wir alle sind geprägt von unserer Umwelt. Unser Handeln, unser Denken, unsere Vorurteile, Komplexe, Motive, Interessen - alles, was uns als Mensch ausmacht, wird durch unsere Umgebung beeinflusst. In unserer Familie, im Beruf oder in der Nachbarschaft - überall sind wir Teil eines größeren Systems, das uns prägt. Wie der Name schon sagt, spielen diese Systeme in der Systemischen Beratung eine große Rolle. In der Praxis geht es deshalb nicht darum, (nur) die Psyche und Geschichte des einzelnen Klienten zu durchforsten. Vielmehr wird der Mensch immer als Teil verschiedener Systeme gesehen und sein Denken und Handeln in Bezug dazu gesetzt.

 

Individualität: Was für mich persönlich richtig und gut ist, muss für Sie noch lange nicht der richtige Weg sein. Ich sehe meine Aufgabe als Beraterin nicht darin, Tipps und Ratschläge aus meiner Perspektive zu geben. Vielmehr geht es darum, Sie dabei zu unterstützen, bei Ihren Fragen und Problemen Lösungen zu finden, die für SIE und IHRE Umgebung gut sind.

 

Lösungsorientierung: Der Systemische Ansatz ist im besten Sinne pragmatisch. In jeder Beratungseinheit steht die Frage an erster Stelle, womit dem bzw. den Klienten am meisten geholfen ist. Das bedeutet auch mal unkonventionelle Wege auszuprobieren, um die Ecke zu denken und sich nicht davon leiten zu lassen, was die Mehrheit der Menschen in einer ähnlichen Situation machen oder wie sie sie bewerten würde. Es bedeutet auch, dass eine Beratung nicht immer viele Sitzungen in Anspruch nehmen muss. Manchmal reichen auch 1, 2 Sitzungen, um Lösungen für ein Problem zu finden.

 

Erfahrungserweiterung: Jeder Mensch ist geprägt durch seine Erfahrungen. Oft sind diese Erfahrungen hilfreich und wir können sie zur Gestaltung unseres Lebens nutzen. Gemachte Erfahrungen können uns aber auch einschränken, unsere Sicht beengen, uns in bestimmten Situationen ängstlich, zögerlich oder frustriert (re)agieren lassen. In diesen Fällen lohnt es sich, alte Muster und Einstellungen zu hinterfragen und dadurch den Blick auf unsere Möglichkeiten und unsere Handlungsoptionen zu erweitern. Diese Grundidee verfolge ich in allen meinen Beratungen – denn egal, ob eine Person unzufrieden mit ihrer aktuellen beruflichen- oder Lebenssituation ist – oder ob ein Paar/ eine Familie immer wieder mit denselben Konflikten zu kämpfen hat: Gemeinsam ist all diesen Problemen das Gefühl, in einer Sackgasse zu stecken. Hier setze ich mit meiner Beratung an, indem ich versuche, gemeinsam Dinge abseits des Horizonts zu suchen, den Blick auf neue Aspekte zu richten und das Verlassen von vorgetrampelten Pfaden auszutesten.